Napster MusicMonster Firstflat Musicload ZeeZee

Dein Portal zu Jan Mehlhose WiMP Musikmarkt und mehr

Streams Flatrates schnell vergleichen. Teste die Musik, die Flatrate und die Kosten auf musikflatratez.de. Meist kostenlos und ohne Risiken. Mehr Infos über die Musik von Streams und Flatrates.

Flatrate Wissen
Begriffe Flarates
Jan Mehlhose
WiMP
Musikmarkt
musikmarkt.de
Bericht
Nachrichten
  1. . November 2014
  2. . Oktober 2014
  3. . September 2014
  4. . Januar 2014
  5. . Nachrichten 2013
  6. . Nachrichten 2012
  7. . Nachrichten 2011
  8. . Nachrichten 2010

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blog Top Liste - by TopBlogs.de  - musikflatratez.de Blogverzeichnis

Online-Marketing
20.Jan 2014

redemption grace period Domains und Domainsnapping ...

Erfahrungsbericht für redemption grace period Domains und Domainsnapping von de-domains Domainers, SEO Leute und Projektmanager. weiterlesen
03.Jan 2014

Spotify wieder im Online Marketing Affiliate Netzw ...

Spotify ist ab jetzt wieder im Online Marketing Affiliate Netzwerk dabei. Das Partnerprogramm ist bei Adcocktail gestartet weiterlesen

TOP Flatstreams

  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6

mehr streams musikflatrates flatratevergleich
';

Jan Mehlhose Bericht von musikmarkt-de

geschrieben von auf musikflatratez.de am 25 Mar 2013
Es hat lange gedauert bis in Deutschland das Geschäft mit Streaming-Anbietern richtig anlief. 2012 war das Jahr in dem die hiesigen altvorderen Napster und Simfy sich dank des Markteintritts
von Spotify, Deezer & Co erstmals dem verschärften Wettbewerb stellen mussten.


Mit vor der Partie ist seit dem auch der skandinavische Anbieter Wimp, ein Streamingdienst dessen Bekanntheitsgrad unterhalb von populären Marken wie Napster und Spotify einzuordnen ist, der aber dennoch mit eigener Produktphilosophie in diesem Geschäftszweig der Musikbranche mitmischen will. Während sich also Spotify selbstbewusst bereits nach einem Jahr als Marktführer wähnt, sucht Wimp sein Glück zunächst in der ambitionierten Nische, jenseits des Gemischtwarenladen-Image, dafür aber mit Hang zur verschärften musikalischen Markenbildung.

Musikmarkt sprach mit Jan Mehlhose, dem Geschäftsführer von Wimp Deutschland über -Minimum Guarantees- und die Diskrepanz zwischen hohen Bewertungen am Kapitalmarkt für Spotify und geringfügige Vergütungen für Künstler für die Nutzung ihres Repertoires sowie der Überlebenschancen der zahlreichen Streaming-Anbietern in den kommenden fünf Jahren...

Seit Mai 2012 ist Wimp am Markt, wie fällt die bisherige Bilanz aus?

Ich bin seit August dabei und kann sagen, dass es sehr gut läuft, wir haben ein sehr gutes Wachstum, und konnten auch gegenüber dem ein oder anderen Mitbewerber zulegen.

Natürlich war das Grundpotential nicht so riesig aber wir kommen langsam in den interessanten Bereich, wir haben gute Wachstumsraten pro Woche. Wir lagen am Anfang unter den Musikanbietern eher im hinteren Bereich, haben uns aber mittlerweile auf den vorderen Plätzen unter den neuen Anbietern etabliert.

Seit dem vergangenen Jahr buhlen mehr als 10 Streaming-Anbieter um die Gunst potentieller Kunden auf dem deutschen Markt. Welchen Platz belegt Wimp in diesem Ranking?

Es gab ja zwei, die schon etwas länger am Start waren (Napster, Simfy) und dann kam Spotify dazu. Spotify ist die große globale Marke und dann kommen die ganzen anderen Anbieter, in dieser Gruppe sind wir ziemlich weit vorn dabei. Insgesamt sind wir diejenigen, die sehr auf die Entdeckung setzen, wir führen die User durch die 20 Millionen Titel und empfehlen Titel, die sie hören möchten, die sie entdecken sollten. Wir gehen sehr auf Music-Recommendation, ich denke, das machen wir am konsequentesten von allen.

Wir haben die kundenfreundlichste Usability, man findet alles sehr intuitiv, anschaulich, mit Cover, man kann auch eigene Listen erstellen. Wir konzentrieren uns auch sehr stark auf Alben, weil wir der Meinung sind, das ist immer noch der Kern des Musikhörens.

Die Aktie von Aspiro, der Mutterfirma von Wimp, hat innerhalb eines Jahres 40 Prozent an Wert verloren. Im Gegensatz dazu wird der Marktwert von Analysten für Spotify auf ca. 3 Milliarden US-Dollar geschätzt. Wimp liegt momentan bei der Marktkapitalisierung von ca. 34 Millionen Euro. Welche Chancen hat Wimp gegen so einen omnipräsenten Marktriesen?

Die Entwicklung der Aspiro Aktie möchte ich nicht kommentieren, auch nicht die irgendeines Mitbewerbers. Natürlich ist die Konkurrenz groß aber wir glauben an unser ausgezeichnetes Produkt und an unsere Positionierung. Bezüglich unserer Marketing Strategie kann ich sagen, dass diese eine Long-Term-Strategie ist und dass wir alles tun und in verschiedenste Ressourcen investieren um zu jeder Zeit den besten Musikservice anbieten zu können. Damit gewinnen wir jeden Tag viele neue Kunden, die sehr zufrieden sind.

Aber das Wachstum ist doch relativ teuer erkauft, weil z.B. fast alle Medienpartnerschaften sogenannte "Buy-Ons" sind?

Natürlich investieren wir in Medienpartnerschaften, ‚teuer erkauft’ trifft es aber nicht.. Nicht alle Medienpartnerschaften sind „Buy-Ons“ und wenn bei einigen Partnerschaften auch ins Marketing investiert wird, dann ist das völlig legitim, wir wollen ja die Marke bekannt machen, wir wollen das besondere Image kommunizieren. Das sind Investitionen, die eingeplant sind und unserer Meinung nach auch völlig richtig sind. Hier ist es aber auch so, dass mittlerweile immer mehr mit WiMP kooperieren wollen, weil sie den Dienst cool finden und daher auch nicht nur gegen Zahlung mit uns kooperieren wollen, sondern ganz klar den inhaltlichen Mehrwert sehen.

Und was steht bei Wimp dieses Jahr auf der Marketing-Agenda oben an?

Wir investieren in die Brand und planen neben unseren bereits beschriebenen Medienpartnerschaften mit Spex, Juice, Rolling Stone, qiez.de, tip-berlin.de, etc. viele weitere kleinere und größere Aktionen und Partnerschaften. Der Fokus liegt auf online und mobile aber auch alle anderen Kanäle sind für uns interessant. Ein wichtiger inhaltlicher Bestandteil dieses Jahr sind unsere redaktionellen Kampagnen wie die 80er Kampagne "Forever Young" oder die Newcomer Kampagne "Schon gehört", in denen jeweils einem Thema und den entsprechenden Künstlern, Alben und Songs grosse Aufmerksamkeit widmen. Das findet natürlich innerhalb von WiMP statt, wird aber auch über PR und Marketing in externen Medien platziert. Außerdem werden wir unsere Partnerschaften mit Künstlern weiter forcieren, zum Beispiel in der Form von Testimonials, Co-Marketing Aktivitäten oder Live Kooperationen. Wichtig für uns ist es in die Nischen zu gehen und mit den Meinungsmachern und auch Fans in diesen Nischen eng zusammenzuarbeiten.

Was läuft bei Wimp denn besser? Heino oder Kollegah?

Kollegah & Farid Bang lief bei uns erst ab 1. März, übrigens als Nr. 1 der Charts eine Woche exklusiv nur bei Wimp, da kann ich aber bezüglich des Hörerverhaltens noch nichts zu sagen. Heino war in der Woche, in denen er die Nr. 1 in den Charts war, auch die Nr.1 bei uns.

Spex-Leser hören Heino?

Nein, eigentlich nicht, aber vielleicht hören die sich das einfach mal an. Das Gute am Streaming ist ja, dass man sich auch mal Sachen aus Interesse anhört, Sachen, die man sich eigentlich nie kaufen würde. Aber das ist ja okay, man kann die Songs ja komplett hören und der Künstler verdient auch daran, von daher ist das auch sowas wie ein neuer Markt. Unsere Kunden sind nicht nur Spex-Leser, die sind zwar eine sehr wichtige Gruppe, aber der Kundenkreis der 25- bis 40jährigen geht weit darüber hinaus.

Welche Musikgenre laufen denn bei Wimp besser, Mainstream oder mehr Indie-Repertoire? Sind die Marktanteile ähnlich aufgeteilt wie im herkömmlichen Markt?

Nein, der Unterschied zu den Media Control Charts ist nicht zu groß. Aber unsere Charts sind natürlich signifikant Album-orientierter als die anderer Dienste. Und vielleicht auch nicht ganz so oberflächlich und „Gangnam Style“ wie die einiger Mitbewerber. Im Vergleich kann man definitiv sagen, dass bei uns lokale Künstler, Newcomer und Indie Repertoire besser funktionieren. Denn wir stellen ja viele neue Künstler vor und ab und zu gibt es dann auch mal einen Ausreißer nach oben. Aber im Ganzen ist es nicht so weit von den offiziellen Charts entfernt.

Wie lässt sich der typische Stream-Abonnementen beschreiben?

Momentan ist der typische Nutzer unseres Streams zwischen 25 und 40 Jahre alt, eher männlich. Wir wollen aber auch eine jüngere Zielgruppe ansprechen und da neue Megapartnerschaften schließen. Unsere jetzigen Partnerschaften, z.B. mit der Spex, der Juice oder dem Rolling Stone sprechen eher unseren jetzigen Kundenstamm an. Wir wollen das aber erweitern.

Viele Label, vor allem auch Künstler beschweren sich darüber, dass Einkünfte aus Streaming-Diensten ihnen noch nicht einmal marginale Beträge einbringen. Die Bewertung der Dienste am Kapitalmarkt hingegen sind groß. Klafft da nicht offensichtlich eine Schere auf, auf der einen Seite hohe Renditeerwartungen bei den Investoren, auf der anderen Seite Künstler, die unterhalb des Lohnniveaus von Wanderarbeitern bei Amazon oder Apple vergütet werden?

Ich denke, da wird viel Aufklärungsarbeit geleistet. Ich kann jetzt nur für uns sprechen, wir geben 75 – 80 Prozent unserer Einnahmen an die Musikindustrie weiter. Das sind bei uns natürlich hauptsächlich die Vertragspartner, in erster Linie sind dies die Label. Wir haben aber natürlich keinen Einfluss darauf, wie die Verträge der Label mit den Künstlern aussehen. Ich habe auch lange Zeit für verschiedene Label gearbeitet und ich glaube, dass da noch Nachholbedarf in den Verträgen zwischen Künstler und Label ist, ich kenne Verträge, die Streaming-Dienste noch nicht berücksichtigen. Aber natürlich sollten die Verträge die Streaming-Einkünfte detailliert behandeln, darauf haben wir aber keinen Einfluss. Das wird aber sicher passieren, wenn Streaming größer wird und es wird groß werden, das ist ganz klar. Mit "groß" meine ich, dass es sich für alle lohnen wird, für die Künstler, die Unternehmen und natürlich auch für die Dienste selbst.

Wie sieht denn der klassische Deal zwischen Wimp und einem Label aus? Zahlt Wimp für die Nutzung von Repertoire-Lizenzen einen Vorschuss oder Einstandsgebühren, die später verrechnet werden oder wie im Fall von Spotify sogar mit Firmenanteilen?

Ja, wir zahlen -Minimum Guarantees- aber wir versuchen es nicht zu tun, wenn das möglich ist. Und immer mehr Labels verzichten auch auf Mindestgarantien, was wir als sehr positiv für den Markt bewerten, da wir so mehr Mittel dafür haben unser Produkt stetig zu verbessern und neue Kunden zu gewinnen. Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass wir pro Kunde abrechnen und in jedem Fall 75- 80 Prozent der Einnahmen abführen. An die Labels zahlen wir basierend auf deren Marktanteil aus.

Bislang lässt sich kein Streaming-Dienst lässt sich durch Kontrollen von Dritten in die Karten sehen. Die Unternehmen verlassen sich ausschließlich in Treu und Glauben auf die Reportings der Dienste. Wird es in nächster Zukunft eine unabhängige Kontrolle durch Tracking- oder Monitoring-Systeme geben?

Jedes Label hat bei Wimp ein 100 prozentiges Audit-Recht, das heißt sie können jederzeit die von Wimp reporteten Plays prüfen. Es gibt ja im Internet kaum Dienste, die nicht getrackt werden, von daher glaube ich schon, dass das kommen wird. Das geschieht alles mit höchster Transparenz. Ich bin aber ziemlich sicher, dass die Firmen und Verbände, die dafür zuständig sind, sich sicher um etwas in der Art kümmern werden.

In den Charts werden die Streaming-Dienste bisher nicht berücksichtigt. Wird sich das ändern?

Es gibt ja die Streaming-Charts, die von Media-Control kommuniziert werden und da ist auch Wimp dabei.

In den normalen Charts von Media-Control ist Streaming nicht drin aber das wird sich sicherlich bald ändern. Ich denke, das ist nur eine Frage der Zeit. Demnächst sollen Youtube-Streams zu den Billboard-Charts dazu gerechnet werden. Soweit ich weiß, soll es ab Mai soweit sein, aber es wird sicher früher oder später auch in Deutschland kommen.

YouTube ist ausschließlich werbefinanziert, ist Werbung auch für Wimp eine Option?

Ich denke, dass nicht nur wir darüber nachdenken ein etwas aggressiveres Geschäftsmodell zu entwickeln. Ob das dann eine Kopie des Spotify-Angebots ist oder ob das nicht einen anderen Mehrwert, eine noch agressivere Methode enthalten kann – das würde ich mal als eine andere Möglichkeit sehen. Man muss bei aggressiveren Geschäftsmodellen ja nicht das gleiche machen wie Spotify. In Schweden und Dänemark haben wir z.B. sogar Wege gefunden, freie Modelle ohne Werbung an den Start zu bringen. Insgesamt fokussieren wir uns eher darauf Musikjournalisten statt Ad Sales-Verkäufer einzustellen, da wir nicht daran glauben, dass Advertising als Geschäftsmodell auf eigenen Beinen überleben wird.

Wie viele Streaming-Anbieter können sich künftig auf dem deutschen Markt behaupten?

Ich denke, drei bis fünf, in den nächsten drei Jahren.

Demnach wird es also schon bald zu einer Marktbereinigung kommen?

Ja. Ob das dann durch Konsolidierung oder durch Auflösung des einen oder anderen Anbieters passiert sei dahingestellt. Aber niemand, auch ich, glaubt, dass es in drei Jahren noch diese Fülle von Anbietern geben wird.



Quelle: musikmarkt.de/Aktuell/Interviews/Jan-Mehlhose-Wimp-ueber-das-Geben-und-Nehmen-im-Streaming-Geschaeft mit Genehmigung durch die verstärker medienmarketing gmbh



Redaktion: db




musikflatratez Social Media - sags deinen Freunden auf allen Kanälen:



Nachrichten zum Thema: Jan Mehlhose Bericht von musikmarkt-de